2.3 Die Grundlagen Teil 3/3 - Zusammenfassung


Die Vorteile

Basierend auf dieser Definition bilden Markov-Ketten stochastische Netze, mit denen sich mit wenig Aufwand Systeme abbilden lassen, für die die stochastische Verteilung gegeben ist. Ebenfalls kann anhand der Matrixdarstellung dieser Ketten die Erreichbarkeit zwischen den Zuständen in beliebig vielen Schritten leicht berechnet werden.

Die Nachteile

Wenn die Einfachheit der Markov-Ketten einen ihrer größten Vorteile darstellt, so ist sie gleichzeitig ein nicht zu vernachlässigender Nachteil. Mit steigender Komplexität des abzubildenden Systems wächst die Komplexität der Markov-Kette rapide an, sodass kaum noch ein Überblick behalten werden kann. Etwaige Nachbesserungen und Korrekturen werden so immer schwieriger und aufwändiger.

Spezielle Markov-Ketten

Im allgemeinen werden Markov-Ketten als solche stochastische Ketten bezeichnet, welche die Zeitvariable t ( t = 0 , 1, 2, ... ) nicht berücksichtigen. Wenn diese jedoch in die Betrachtung der Markov-Ketten mit eingeführt wird, so wird zu jedem Zustand noch die Zeitvariable hinzugefügt. Man nennt sie zeitdiskrete Markov-Ketten. Dies führt zu weitaus komplexeren Systemen, es werden für die Berechnungen der Wahrscheinlichkeiten für einen Zustandswechsel auch die Zustände betrachtet, die in den aktuell betrachteten Zustand münden.
Die Erklärung dieser Spezialfälle würde jedoch den Rahmen dieser Ausarbeitung sprengen und ist für die im folgenden behandelten Themen auch nicht von Bedeutung.

Nachdem nun die harte Theorie der Markov-Ketten abgeschlossen ist, werden im Folgenden einige Anwendungsfelder dieses Modells näher beleuchtet.

[Die Grundlagen 2/3] | [Die Anwendungen]